Liebesmüh

Die Sonne im Rücken
Suche ich dich
Fallend, zwischen Schatten
Ungreifbar für mich

Liebe in den Weiten
Raum der Seelen
Liebe ich zart
Du wirst mir fehlen

Unnahbar, unerkannt
Rätselraten
Schaust du mich an
Lässt mich warten

Schwebendes Du
Liebt, hat Gefühle?
Auf meiner Seite
Seelengewühle

Wende mich ab
Versuche zu lassen
Von der Liebe
Kann deine nicht fassen

Was bleibt sind Tränen
Die Welt im Schmerz
Versuch mich zu lösen
Zu retten mein Herz

Ich bin im Sein
Mal stark, mal zart
oft weich, dann hart
und oft ganz klein

Und suche nach dem Hier und Jetzt
Und warte auf ein langes Schweigen
Im Herzen singt der Todesreigen
Ich bin entsetzt

Ich frage stets nach eurer Qual
Hör euer Flüstern laut und stark
Die Seele die im Argen lag
Und weiß, ich habe keine Wahl

Bin da für dich und auch für dich
Und lasse dort mein Blut
Wo es gebraucht, erlösche Glut
Und schmelze weg nur mich

Und keiner fragt
Und keiner sieht
Wie langsam meine Seele flieht
Und was an mir so nagt

Ich bin der Stern
Der stetig wacht
Über die vergessne Nacht
Und doch so fern

Und träum mich leise
weg in ferne Lande
seh all die Seelen nur am Rande
Und bleibe dort auf meine Weise

Während du schliefst

Der Wind spielt durch dein Haar,
während du schläfst
fange ich Sonnenstrahlen
niemals müde werdend
denn sie sind für dich
Während du schläfst
spielt noch immer der Wind in deinen Haaren
streicht leicht über deine Wangen
und gleitet hinweg
als hätte es ihn nie gegeben
und doch
hat er dich berührt.
Wie gerne würde ich dich küssen,
doch bin ich bedacht ,
dich nicht zu wecken.
Lege mich neben dich ins warme Gras
und schaue den Wolken zu
die vorüber ziehen.
Wenn du wach bist,
darf auch ich dich berühren.

Zypressen im Morgenwind

Zypressen im Morgenwind,
komm lausche der Natur
und schau die kleinen Lämmer
weit hinten auf der Flur

Erwachen der Sonne im Morgentau
sieh doch das satte Grün
der Wiesen und der Felder
den roten Klatschmohn glühn

Heitere Besinnlichkeit
die Zeit wird schnell vergehen
drum nimm das Leichte mit im Leben
das Schwere lass hier stehen.

Sieh all die schönen Dinge
sei dafür niemals blind
verbrenne allen Kummer
sei fröhlich wie ein Kind

Und teile deine Freude
genauso wie dein Leid
so wirst du bald erfahren
die Macht der Seligkeit

Doch nur die Kraft der Liebe
hilft dir in schlimmster Pein
heilt alle deine Wunden
macht deine Seele rein.

So öffne schnell dein Herz
für alle Ewigkeit
den Menschen die dich lieben
Sie mindern all dein Leid.

© Germaine Wittemann