Unendlichkeit

Durch die goldnen Zweige, seh ich in die Nacht,
seh die tiefe Schwärze, hat mir Glück gebracht.
Nachts nur ist die Liebe wach, Finsternis ringsum.
Liebe schwingt dann wie Musik, doch die Nacht bleibt stumm.

Sehnen meines Herzens, schreit durchs schwarze Dicht.
Starke Mächte sind vereint, bringen uns ein Licht.
Licht das nur die Seelen nährt und uns gibt den Halt.
Liebe dunkler Mächte wehrt, tief im finstren Wald.
Wir sind uns nah, vereinte Welten,
schon tropft mein Blut so rot in Schnee, ein Herz so schön wie selten.

Ich fühle meine Sinne, sie schwinden leise sacht,
ich fühle deine Nähe, dein Geist der bei mir wacht.
Ich bin geweiht den Mächten, der dunklen Finsternis.
Dein Werk ist nun vollendet, der heiße Liebesbiss.
Die Zweige sich verneigen, bezeugen den Respekt,
vor dieser tiefen Liebe, die all den Zauber weckt.

Du trägst hinweg mich in dein Reich, im irgendwo der Zeit,
das Reich der Liebe, größten Macht… in die Unendlichkeit.

© Germaine Wittemann